Informationssysteme (4V+2Ü) (B) Di, Do 9-11, HS 1 (Prof. Dr. A.B. Cremers) Übungen: Mo 15-17, HS A 207, Beginn 30. April 2001 (Prof. Dr. A.B. Cremers, Dr. T. Bode, Dr. J. Wolff, A. Behrend, U. Radetzki)
Data Warehousing (2V+2Ü) (C) Fr, 11-13, HS A 207 (Dr. Thomas Bode) Übungen: Do 11-13, A207 (Dr. Thomas Bode, Uwe Radetzki)
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Vorlesung (Hauptstudium)
Verhaltensorientierte Künstliche Intelligenz
Prof. Dr. Thomas Christaller
Hinweise aus Biologie, Linguistik, Soziologie und Psychologie ermöglichen heute ein anderes Verständnis natürlicher Intelligenz. Da Intelligenz in der Natur nie ohne einen Körper auftritt und existieren kann, wird deren Einbettung in ihn als grundlegend betrachtet (engl. Embodiment). Diese Einbettung geschieht durch aufeinander aufbauende sensomotorische Rückkopplungsschleifen. Will man versuchen, ein künstlich intelligentes System zu konstruieren, so wird dies in der verhaltens-orientierten KI nur mithilfe und auf der Basis von Robotern versucht. Im Unterschied zur sonst üblichen Robotik wird darüber hinaus verlangt, die Umgebung nicht künstlich so zu verarmen, daß sie für den Roboter präzise vorhersagbar wird. Diese Situiertheit oder strukturelle Kopplung, erfordert eine beständige interaktive Anpassung zwischen Umgebung und System (engl. Situatedness). Sowohl das System als auch die Umgebung verändern sich dadurch in systematischer Weise. Als Bestandteil dieser Umgebung werden Systeme derselben Art explizit zugelassen. "Soziale Intelligenz" bestimmt dann das Gruppenverhalten. Einher gehen diese Überlegungen mit dem bewussten Verzicht darauf, die Welt objektiv, vollständig und widerspruchsfrei zu modellieren. In den letzten zehn Jahren sind eine Reihe von Roboterexperimenten nach diesen Prinzipien durchgeführt worden. In der Veranstaltung wird anhand derartiger Experimente die algemeine Methodik und die zugrunde lieegenden Hypothesen vermittelt.
Literatur: Pfeifer, R. Scheier, C., Understanding Intelligence. MIT Press, Cambridge, 2000. Steels, L., The Artificial Life Roots of Artificical Intelligence. Artificial Life Journal. MIT Press, Cambridge, 1994, S. 75-110 . Arkin, R. Behavior-Based Robotics. MIT Press, Cambridge, 1998. Burgard, W., Christaller, T., Knoll, A., Robotik. In: Görz, G. et al. (Hrsg) Handbuch der Künstlichen Intelligenz. 2000.
| Zeit, Ort | Do 15-17, HS A 207 |
| Semesterwochenstunden | 2V |
| Voraussetzungen | Grundlagen der Künstlichen Intelligenz (Prof. Cremers, Wintersemester 2000/01) |
| Bereich (alte DPO) | B,C |
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