Internet-Informationssysteme
Ein Informationssystem besteht aus einer anwendungsspezifischen Datenbank und einem Computerprogramm, das die Interaktion mit dem Anwender übernimmt. Ein solches Informationssystem kann beispielsweise eine Enzyklopädie sein (wie Wikipedia), auch kann es verschiedene Schnittstellen und Ausgabeformate anbieten, z.B. über das Internet als HTML, PDF, WAP oder als Web Services.
Mitglieder der Arbeitsgruppe
| Name | Telefon | FAX | Büro | |
|---|---|---|---|---|
| Lüttringhaus-Kappel, Dr. Stefan | 73-4536 | 73-4382 | stefan@iai.uni-bonn.de | A209 |
Content Management
In den letzten Jahren haben Content Management Systeme (CMS) an Bedeutung gewonnen. Dabei handelt es sich um Informationssysteme, die die Inhalte verwalten und in einem oder auch mehreren Ausgabe-Formaten zugänglich machen. Oft erfolgen der Zugang und Bearbeitung der Inhalte über das Internet, solche CMS werden Web Content Management Systeme genannt. Als Formate zur Speicherung der Inhalte, ihre Verarbeitung und Darstellung haben sich XML-Technologien wie XSLT, XQuery und XHTML etabliert.
Bisher wurde der Großteil des Entwicklungsaufwandes bei solchen Web-CMS in umfangreiche Templatesprachen und aufwändige Benutzeroberflächen investiert. Vernachlässigt wurde hingegen das zugrundeliegende Datenmodell, stattdessen ermöglichen die Templatesprachen einen mehr oder minder direkten Zugriff auf die (meist relationale) Datenbank.
Ein Ziel unserer Arbeitsgruppe ist es, eine Architektur mit einem speziellen, an die Aufgaben eines Web-CMS angepassten Datenmodell zu entwickeln. Dafür beschäftigen wir uns mit den damit verbundenen Technologien und Standards. Das in Prolog implementierte und seit 1997 im Einsatz befindliche CMS Wob nutzt, obwohl eines der ersten Web-CMS, ein objekt-orientiertes Datenmodell mit Klassen- und Instanzvererbung und wird von uns mit einer Reihe von Anwendungen betrieben (Übersicht WOB-Anwendungen). Zur Zeit befindet sich der Nachfolger Wob2 in Entwicklung. Dessen Konzept wurde dabei von Grund auf überarbeitet und setzt auf eine funktionale Template-Sprache mit Klassen- und Familienvererbung (Familien enthalten Klassen, welche an Kind-Familien vererbt werden) und XML-Technologien zur Repräsentation und Verarbeitung der Inhalte.